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Bei den 25. German Open in Berlin hat Barbara Schett die Auftaktrunde mit
Bravour gemeistert. Die 28-Jährige besiegte beim mit 1,3 Millionen Euro
dotierten Turnier an der Spree die Slowenin Katarina Srebotnik mit 6:3,
6:3. In der zweiten Runde trifft die Österreicherin auf Paola Suarez (11)
aus Argentinien. eurosport.de sprach mit der Tirolerin.
Herzlichen
Glückwunsch zu Ihrem Sieg gegen Srebotnik. Haben Sie mit solch einem
leichten Auftakterfolg gerechnet?
Barbara
Schett: Ich bin glücklich, dass es gleich zu Beginn so gut gelaufen ist.
Eigentlich sollte ich gegen Maria Scharapowa aus Russland antreten, aber
dann wurde mir ein "Lucky Loser" zugeteilt. Deswegen bin ich sehr froh,
dass ich gegen Katarina angetreten bin und gewonnen habe.
Im ersten
Satz lagen Sie bereits mit 0:2 zurück. Für Sie der Zeitpunkt, um richtig
durchzustarten?
Schett: Das
bedeutet bei mir eigentlich nie etwas. Ich bin eine langsame Starterin,
deswegen lag ich gegen Srebotnik gleich mal hinten. Am Anfang wusste ich
noch nicht so richtig, wie ich gegen sie spielen muss. So habe ich mich
erst einmal herangetastet, um ihre Stärken und Schwächen zu erkennen. Das
hat ganz gut funktioniert.
In der
nächsten Runde treffen Sie mit Paola Suarez auf eine härtere Gegnerin ...
Schett: Wir
haben schon einige Male gegeneinander gespielt. Das letzte Mal standen wir
uns in Indian Wells gegenüber. Dieses Match habe ich ganz klar gewonnen.
Auf Sand werden die Karten nun aber neu gemischt. Ich freue mich auf die
Begegnung in Berlin und denke, dass ich trotz des Erfolgs in Indian Wells
hier als Außenseiterin ins Spiel gehe.
Zur Zeit
stehen Sie in der Weltrangliste auf Rang 55. Werden wir Sie noch einmal
unter den Top 20 sehen?
Schett: Ich
möchte auf alle Fälle weiter nach vorne kommen. Ich denke, dass ich besser
Tennis spielen kann, als es das Ranking im Moment hergibt. Das ist ein
großer Ansporn für mich. Leider habe ich bei den nächsten Turnieren sehr
viele Weltranglistenpunkte zu verteidigen. Deshalb wird es jetzt schwer,
weiter nach vorne zu kommen. Aber man weiß nie, ich bin ja immer für
Überraschungen gut.
In der
vergangenen Woche holten Sie in Budapest an der Seite von Petra Mandula
bereits Ihren neunten Doppeltitel. Demgegenüber stehen aber nur drei
Einzelerfolge auf der Tour. Kann man Sie eigentlich als typische
Doppelspielerin bezeichnen?
Schett: Ich
bin eigentlich überhaupt keine typische Doppelspielerin, denn ich spiele
niemals Aufschlag und Volley. Das Doppel ist aber immer etwas leichter und
lockerer, weil der Spaß mehr im Vordergund steht. Man ist meistens nicht
so verkrampft und spielt einfach drauf los. Im Einzel ist es schwieriger,
ein ganzes Turnier gut durchzuspielen.
Für viele
der Spitzenspielerinnen stehen in diesem Jahr die Olympischen Spiele ganz
oben auf dem Plan. Bereiten Sie sich speziell auf Athen vor?
Schett: Die
Olympischen Spiele sind für jeden Sportler das Größte. Ich möchte auf
jeden Fall in Athen dabei sein. Nun gibt es ja auch einen neuen Modus,
wonach jede Spielerin Punkte bekommt. Deshalb ist es für alle noch
lohnenswerter, bei den Sommerspielen gegeneinander anzutreten.
Eine Ihrer
besten Freundinnen auf der Tour war immer Anke Huber. Haben Sie noch
Kontakt zu Ihr?
Schett: Wir
sehen uns leider viel zu selten, haben aber immer noch einen guten Draht
zueinander. Ich bin sehr viel unterwegs, doch wir telefonieren regelmäßig
und tauschen uns über die neuesten Sachen aus. Anke gehört noch immer zu
meinen besten Freundinnen.
Thanks to
Romain for the translation
Q.: Big congratulations for your win against Srebotnik. Did you expect
such an easy success?
A.: I'm lucky it unfolded right well from the beginning. Actually I had to
face Maria Sharapova of Russia, but then a "lucky loser" was assigned to
me. That's why I'm very happy I played Katarina and won.
Q.: In the first set you already came back from 0-2. For you it was the
moment to really start the match?
A.: Actually for me, that never means anything much. I always start
slowly, that's why I was quickly led against Srebotnik. At the beginning I
really didn't know how I had to play against her. So I practised just one
time to find her strength and weakness and it worked very well.
Q.: In the next round you'll meet Paola Suarez, a harder opponent...
A.: We've already played against each other several times. Our last
meeting was in Indian Wells. I clearly won that match. On clay the deal
will be quite different. I'm looking forward to this meeting in Berlin and
I think I'll be the outsider in spite of my success in Indian Wells.
Q.: At the moment you're #55 in the rankings. Will we see you in the
top 20 again?
A.: In any case I want to progress in the rankings. I think I can play
tennis better than the present ranking could let you believe. It's a great
stimulation for me. Unfortunately I have to defend a lot of points in the
next tournaments. That's why it's difficult now to progress. But one never
knows, I can often make surprises.
Q.: Last week in Budapest you won your 9th doubles title with Petra
Mandula. In comparison you only got 3 singles titles on the tour. Actually
could we describe you as a typical doubles player?
A.: I'm actually not a typical doubles player at all. So I never play a
backhand or a volley. But playing doubles is always easier and more open,
because the enjoyment is much more important. Cramps are quite fewer in
general and we simply play more relaxed. It's more difficult in singles to
play well during all the tournament.
Q.: For a lot of top players the Olympic Games are a very important
goal in their schedule. Do you get a special preparation for Athens?
A.: For each athlete, the Olympic Games are the most important goal. I
want to be in Athens in any case. But now there's also a new mode where
each player gain some points afterwards. That's why it would be more
profitable for us to play the Olympic Games.
Q.: One of your best friends on the tour was Anke Huber. Are you still
in touch with her?
A.: Unfortunately we meet ourselves too rarely, but we still are on very
good terms. I travel a lot, so we regularly phone each other and swap the
newest things. Anke still ranks among my best friends. |