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Schett unterliegt Serena Williams klar 0:6 und 0:6
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Barbara Schett hat am Freitag in der dritten Runde der French Open die wohl schlimmste Niederlage ihrer Karriere erlitten.

Die 27-jährige Tirolerin war gegen die Weltranglisten-Erste und Topfavoritin Serena Williams völlig chancenlos und musste sogar die "Höchststrafe" im Tennis, also ein 0:6,0:6 nach nur 40 Minuten zur Kenntnis nehmen.

Die US-Amerikanerin trifft im Achtelfinale auf Ai Sugiyama (JPN), Österreich ist damit in den Einzelbewerben des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres nicht mehr vertreten.

"Habe noch nie 0:6, 0:6 verloren"

"Das war eine Premiere. Ich habe noch nie 0:6,0:6 verloren", meinte Schett, die nach dem schlimmen Aus gefasst reagierte.

"Ich hätte am Anfang ein Game machen müssen, dann wäre es etwas anders verlaufen, aber letztlich ist es egal, ob man 0:6,0:6 oder 2:6,2:6 verliert", erklärte die Tirolerin.

Schließlich wolle man gewinnen. Williams war selbst ein wenig überrascht von ihrer Überlegenheit. "Normalerweise haben wir harte Matches. Ich glaube, heute war mein Tag", meine Serena Williams, die freilich hofft, dass es nun für sie weiter so gut läuft.

Serena agierte fast fehlerlos

Das Match begannen beide Spielerinnen auf erschreckend schwachem Niveau, das Eröffnungsspiel von Aufschlägerin Williams strotzte nur so von schlimmen Fehlern. Schett hatte zwei Breakbälle, verjuxte diese aber ebenso wie im dritten Game, als sie neuerlich zwei Chancen zum Break hatte.

Doch so stand es nach zehn Minuten bereits 3:0 und in dieser Tonart ging es weiter. Williams beging kaum noch Fehler und erdrückte Schett förmlich. Die vier erwähnten Breakbälle sollten im gesamten Match die einzigen Chancen (!) für die Tirolerin auf ein Ehrengame bleiben.
 

Applaus für Punktgewinn von Schett

Satz zwei verlief für die Österreicherin sogar noch deprimierender: Williams brachte ihren Aufschlag zu Null durch, nahm Schett deren Service zu Null ab und führte bei eigenem wieder 30:0, ehe sie einen Vorhandfehler beging. Und da gab es Applaus von den Rängen für den ersten Punkt der ehemaligen Weltranglisten-Siebenten, ein Applaus, der Schett eigentlich wehgetan haben muss.

"Bei 0:6,0:3 hatte ich ein ungutes Gefühl, da wäre ich lieber schon in die Kabine gegangen." An diesem Bild sollte sich leider nichts mehr ändern, denn der Innsbruckerin gelangen im zweiten Durchgang nur insgesamt sechs Punkte, die allesamt von besonderem Applaus der Zuschauer begleitet waren.

In der Endabrechnung blieben 20 Zähler für Schett, 22 Winnern von Williams standen nur zwei der rot-weiß-roten Nummer eins gegenüber.

Schett nahme Pleite mit Charme

Schett nahm es letztlich mit Charme und konnte beim Shakehands sogar mit Serena lachen. Dennoch: Die Tirolerin hatte sich ihren langersehnten ersten Auftritt auf dem Center Court der Riesenanlage Roland Garros wohl nicht so vorgestellt.

"Es ist schon anders auf dem Center Court. Man kann das schwer erklären, ein Hobbyspieler versteht das vielleicht nicht. Aber die Optik ist ganz anders, das Spiel kommt einem viel langsamer vor", erklärte Schett.

Und auch im Match selbst hat sie nicht mit dieser Überlegenheit gerechnet, immerhin hatte die 27-Jährige in einem der vorangegangen zwei Duelle mit der Afro-Amerikanerin sogar einen Satz gewonnen. An diesem Tag war Williams aber um viele Nummern zu groß für nunmehrige Nummer 51 der Welt.

Schett und Wartusch im Doppel noch im Einsatz

Die Koffer packen muss Schett aber noch nicht, sie ist ebenso wie Patricia Wartusch noch in der Doppelkonkurrenz im Einsatz, wo sie die zweite Runde erreicht hat. Außerdem ist sie mit Mark Knowles (BAH) im Mixed vertreten, Wartusch spielt mit Joshua Eagle (AUS).

Julian Knowle ist an der Seite von Michael Kohlmann Freitagvormittag in Runde zwei ausgeschieden. Für Schett gab es keinen Grund, Trübsal zu blasen.

"Ich lasse mir nicht kaputt machen, was vor diesem Match passiert ist. Ich habe wieder Spaß am Tennis, werde mich im Ranking verbessern."

Nach Paris spielt Schett in Wien und Wimbledon und auch ans nächste Jahr denkt sie schon: "Ich will 2004 noch spielen. Das Wichtigste von allem sind mir die Olympischen Spiele, da möchte ich unbedingt dabei sein."


Singles
1R beat Akiko Morigami 4-6 6-4 6-0
2R beat Clarisa Fernandez 6-4 5-7 6-1
3R lost Serena Williams 0-6 0-6

Doubles with Husarova
1R beat Beltrame/Pin 6-2 6-3
2R beat Barclay/McQuillan 6-2 7-5
3R beat Dokic/Petrova 7-6 6-4
QF lost Ruano-Pascual/Suarez 1-6 3-6

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