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Wien
- Wegen Terminproblemen sagte Österreichs derzeit beste Spielerin Barbara
Schett die Fed-Cup-Begegnung gegen die USA ab.
Nichtsdestrotz freut sich die 25-jährige Tirolerin natürlich riesig über den
Sensationserfolg von Schwartz & Co.
Im Sport1-Interview spricht sie über den historischen Triumph des österreichischen
Tennis, ihre weitere Zukunft im Fed-Cup-Team und ihre persönlichen Ziele in den
nächsten Monaten.
Sport1: Was sagen Sie zu diesem großartigen 3:2-Erfolg über die USA?
Barbara Schett: Echt super! Ich habe mich wirklich total gefreut für die
Mädchen. Es war natürlich sehr unerwartet, aber nichtsdestrotz äußerst
erfreulich. Speziell die Leistung der Babsi Schwartz ist sensationell. Obwohl
natürlich eh jeder schon gewusst hat, dass sie wirklich gut spielen kann. Ein
Vorteil war sicherlich, dass Seles und Shaughnessy auf Sand nicht so ihre Stärken
ausspielen können wie auf einem schnelleren Belag. Dazu kam dann natürlich der
Ausschluss von Jennifer Capriati, durch den sicher viel Unruhe ins US-Team
gekommen ist. Und das haben sie eben optimal ausgenützt. Die Babsi hat dann
wirklich unglaublich gespielt.
Sport1: Wie stehen Sie eigentlich zum Ausschluss Capriatis? Verstehen Sie
die Entscheidung Billie Jean Kings (US-Fed-Cup-Chefin)?
Schett: Nein, überhaupt nicht! Ich habe erst am Montag mit der Jennifer
geredet und ich gebe ihr vollkommen recht wenn sie sagt es muss sich jeder so
vorbereiten wie er seine Bestleistung bringen kann. Sie wollte ja einfach nur
noch einmal mit ihrem Vater trainieren und King hat ihr das untersagt. Es ist
wirklich lächerlich! Aber King hat sich damit eh selber das Ei gelegt!
Sport1: Seles und Shaughnessy standen allerdings hinter King.
Schett: Da ich eigentlich sehr gut befreundet mit Jennifer Capriati steh
ich natürlich schon einmal aus diesem Grund auf ihrer Seite. So wie sie es mir
erzählt hat, finde ich es wirklich nicht notwendig, dass man sie ausschließt.
Sport1: Im Viertelfinale des Fed-Cups wartet nun Kroatien. Sind Sie dann
wieder mit dabei?
Schett: Ja, natürlich! Das war immer schon so ausgemacht. Auch wenn wir
jetzt Relegation spielen müssten, hätte ich sicher gespielt. Jetzt ist es
natürlich umso schöner in Österreich im Semifinale zu spielen.
Sport1: Wie schätzen Sie die Chancen auf den Aufstieg ein?
Schett: Ganz gut. Majoli (Anm.: die kroatische Nummer eins) kann
natürlich sehr gut spielen und hat ja auch erst kürzlich das stark besetzte
Turnier in Charleston gewonnen. Aber es ist sicher alles drin. Die Chance stehen
sehr gut. Wir können zwar sicher verlieren, aber wir können auch ohne weiteres
gewinnen. Ich schätte es auf 50:50!
Sport1: Wo würden Sie am liebsten spielen? Pörtschach oder Wien stehen
ja zur Auswahl.
Schett: Mir ist das völlig egal. Wichtig ist meines Erachtens in erster
Linie der Belag. Ich glaube, dass es ganz gut wäre nicht auf Sand zu spielen
gegen die Kroatinnen.
Sport1: Es wird allerdings schon fix auf Sand gespielt.
Schett: Echt? Finde ich eigentlich nicht so klug. Sowohl Majoli als auch
Kostanic spielen am liebsten auf Sand. Ich weiß nicht so recht. Aber ich
fürchte, da werde ich nicht viel zu melden haben.
Sport1: Sie haben jetzt einen Monat Turnierpause hinter sich? Wie geht's
jetzt weiter?
Schett: Jetzt geht's einmal in Hamburg in der ersten Runde gegen Martina
Sucha, die ich eigentlich nicht wirklich kenne. Da muss ich mich erst erkundigen.
Schauen wir mal wie weit ich komme!
Sport1: Wie sieht Ihre weitere Vorbereitung für die French Open in Paris
aus?
Schett: Ich spiele jetzt jede Woche ein Turnier. Nach Hamburg kommt
Berlin, dann Rom und Madrid.
Sport1: Wie sehen dabei Ihre Zielsetzungen aus?
Schett: Da will ich eigentlich nur von Runde zu Runde denken und so gut
wie möglich spielen. Bis Paris möchte ich schauen, dass ich wieder unter den
ersten 20 stehe. Denn dort habe ich doch einige Punkte zu verteidigen. Da wäre
schon wichtig, dass ich vorher soviele Punkte wie möglich machen kann.
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