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Ein wunderschönes Bild bietet die
traditionsreiche Werzer-Arena von Pörtschach am Entscheidungstag. Wolkenlos,
windstill, heiß. Zu heiß vielleicht für Babsi, die im Prestigematch gegen
Iva Majoli von Beginn noch nervöser war als die Kroatin und eine Partie mit
einigen Höhepunkten, aber vielen Fehlern 4:6, 3:6 verlor.
Das Treffen der beiden Nummer 1, Schett (WTA 33) und Majoli (WTA 25):
Zwei Rechtshänderinnen; die 26-jährige Innsbruckerin ist ein Jahr älter als
die frühere Siegerin von Roland Garros, die gestern trotz starker Leistung
die Überlegenheit der großartig spielenden Babsi Schwartz zur Kenntnis
nehmen musste. Gegen Schett führt die Kroatin allerdings in der Statistik:
Sie hat drei der bisher vier Partien gewonnen; zuletzt - auch schon vor 3
Jahren in Hamburg - siegte die Österreicherin.
Erster Satz: 4:6
Beginn mit Break für Schett nach einem As, aber zwei Doppelfehlern der
Gegnerin. Gleich darauf das Rebreak - 1:1.
Mit der Sonne servierend, bringt Majoli dann nach 30:30 ihren Aufschlag
durch und führt 2:1.
Nach 0:30 schlägt Babsi zurück: vier starke Aufschläge, aggressive Angriffe,
4 Punkte en suite - 2:2.
Majoli bringt nach Abwehr eines Breakballs ihr Service zum 3:2 durch und
gleich darauf neuerlich ein Break gegen Schett, die bei 30:40 einen Sitzer
am Netz vergibt. 2:4.
Dann das erste wirklich hochklassige Game, obwohl beide Spielerinnen, vor
allem Schett, ihre Nervosität noch nicht abgelegt haben. Majoli wehrt einen
Breakball ab und führt 5:2.
Nach 37 Minuten zuerst As von Schett, dann Doppelfehler zum 30:40; aber mit
drei guten Aufschlägen wehrt sie nicht nur den Satzball ab sondern verkürzt
auf 3:5. Und schafft danach das zweite Rebreak!
Danach ganz schnell 0:40, drei Satzbälle. Zuerst ein Fehler von Majoli, dann
wird sie von der Innsbruckerin klassisch ausgespielt, 30:40. Aber bei
Satzball Nr. 4 passiert`s - erster Satz nach 47 Minuten mit 6:4 an Kroatien.
Zweiter Satz: 3:6
Majoli serviert mit der Sonne im Rücken - und verliert das Game mit
Doppelfehler - 1:0 Österreich. Schett 30:0, dann 4 Punkte für Majoli - 1:1.
Wieder 0:30, dann wieder 4 Punkte für Majoli, die zwar ihren 7. Doppelfehler
macht, aber vor allem von der Vorhand-Unsicherheit der Tirolerin profitiert.
Schett wirft den Schläger - Kroatien führt 2:1. Und gleich darauf 3:1, mit
nur einem Gegenpunkt bei Service Schett.
Zu null dann das Servicegame von Majoli zur 4:1-Führung. Die Kroatin hat
sich an den Schwächen ihrer Gegnerin aufgerichtet, spielt nun schnell,
aggresiv und Schett hat diesem Druck wenig entgegen zu setzen.
Trotz weiterhin großartiger Unterstützung des Publikums kommt Babsi über
einige Teilerfolge nicht mehr hinaus, verliert ihr Service zum 1:5 ...
Nach drei weiteren Doppelfehlern von Majoli (insgesamt 10) Rebreak auf 2:5
aus der Sicht von Schett.
Unbeeindruckt von diesem Ausrutscher greift Majoli an, hat bei 15:40 die
ersten Matchbälle. Verschlägt, Babsi sieht ihre Chance und geht zweimal nach
guten Aufschlägen druckvoll nach - 3:5. Es hilft nichts,
auch nicht, dass Schett noch einen Breakball hat. Sie vergibt knapp und dann
dreht Majoli mit konzentriertem Angriffsspiel zu. Nach einer Stunde und 19
Minuten endet das Match 6:4, 6:3 für Kroatien. Der Gesamtstand lautet nur
noch 2:1 für Österreich - und alle Hoffnung ruht auf Barbara Schwarz, die
nun auf Jelena Kostanic trifft. |

Singles
1M beat Jelena Kostanic 6-2 6-1
2M lost Iva Majoli 4-6 3-6
Doubles with Wartusch
3M beat Sprem/Talaja 6-2 6-1
Austria win 4-1
Photos
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