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Ich kann mich jetzt nicht vergraben
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Der Damen-Bewerb beim Wimbledon-Turnier in London geht ab Runde drei ohne österreichische Beteiligung in Szene.

Barbara Schett, als Nummer 29 gesetzt, musste sich am Donnerstag schon in Runde zwei nach einer mageren Leistung und 1:25 Stunden der erst 17-jährigen Schweizerin Myriam Casanova mit 3:6,6:3,3:6 geschlagen geben.

Im Ranking wird die derzeitige Nummer 33 der Welt, die im Vorjahr erst in Runde drei ausgeschieden war, aber nicht viel an Boden verlieren.

Schett klare Favoritin

Schett war als haushohe Favoritin in dieses erste Duell mit dem Teenager gegangen: Casanova bestreitet in Wimbledon ihr erstes Grand-Slam-Turnier überhaupt.

Dass die junge Eidgenossin aber gefährlich ist, hat sie in ihrem bisher einzigen WTA-Turnier in Budapest heuer schon bewiesen: Damals erreichte sie als Qualifikantin gleich das Endspiel.

Dennoch, gegen eine Nummer 180 der Welt sollte sich die Nummer 33 durchsetzen, doch davon war Schett an diesem Tag meilenweit entfernt.

Steigerung im zweiten Satz

Die 26-jährige Tirolerin, die vor drei Jahren in ihrer besten Zeit bis auf Platz sieben der Weltrangliste vorgestoßen ist, hatte im ersten Satz große Mühe mit ihrem Aufschlag, während Casanova druckvoll und fast fehlerlos agierte.

Im zweiten Durchgang steigerte sich Schett, war aggressiver und servierte nach einem Break zum 5:3 zum 1:1 in Sätzen aus. Doch Satz drei verlief nun nicht so ausgeglichen wie erwartet, Babsi musste ihr Service zum 0:2 abgeben.

Zehn vergebene Break-Chancen

Casanova ließ nun nichts mehr anbrennen, schaffte ein zweites Break zum 5:1 und ließ sich auch durch einen kleinen Zwischenspurt von Schett auf 3:5 nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Ein Indiz für Schetts mangelnde Chancenauswertung: Die Tirolerin vergab in den Aufschlagspielen ihrer Gegnerin, die sie nicht gewinnen konnte, nicht weniger als zehn Breakbälle.

Schett: "Bin fit"

"Ich habe zu wenig Druck machen können. Eigentlich habe ich mich sehr gut bewegt, aber mit ihren tiefen Bällen nicht viel anfangen können. Es ist immer schwierig gegen eine Spielerin, die man überhaupt nicht kennt", rechtfertigte sich Schett, die natürlich sehr enttäuscht war.

"Aber ich kann mich jetzt auch nicht vergraben", meinte sie. Schett spielt im Doppel (mit Silvia Farina-Elia) und Mixed (Joshua Eagle) aber noch zwei weitere Bewerbe, nächstes Einzelturnier ist Brüssel (Sand) in der Woche nach Wimbledon.

Zur seit einiger Zeit kursierenden Kritik, sie sei nicht fit genug, meinte Schett: "Manche Leute behaupten, ich sei nicht fit und ich trainiere zu wenig. Aber ich bemühe mich, versuche alles. Aber das, was mir derzeit fehlt, ist das Selbstvertrauen in wichtigen Situationen."

Casanova nun gegen Henin

Während für Schett das dritte Grand-Slam-Turnier im Einzel Geschichte ist, darf sich Youngster Casanova nun auf einen neuerlichen Gradmesser ihrer derzeitigen Form freuen:

Sie trifft auf die als Nummer sechs gesetzte Justine Henin (BEL). Sollte sie verlieren, dann kann die Schweizerin sogar noch im Juniorenbewerb der kommenden Woche mitspielen.


Singles
1R beat Cara Black 6-2 6-2
2R lost Miriam Casanova 3-6 6-3 3-6

Doubles with Farina-Elia
1R beat Gagliardi/Schiavone 6-4 2-6 6-2
2R beat Dhenin/Loit 4-6 6-4 6-4
3R lost Rodionova/Weingartner 2-6 6-4 4-6

Photos

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