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Nur knapp 800 Zuschauer verloren sich ins 5.200 Fans fassende Krylatskow-Stadion,
um Gastgeber Russland gegen Österreichs stark Ersatz geschwächtes Fed-Cup-Team
anzufeuern.
Als Daumendrückerin für Rot-weiß-rot ist auch die verletzte Barbara Schett nach
Moskau gekommen, um den Teamgeist zu wecken und ihre Kolleginnen anzufeuern.
Freilich ein schwieriges Unterfangen bei dem Klassenunterschied zu einer
Anastasia Myskina oder Swetlana Kusnezowa. Schett will trotz ihrer Verletzung
ihren Karriere-Ausklang unbedingt in Australien feiern.
"Will bis zum St. Anton-Termin wieder aus dem Stehen schlagen"
Schett ist sogar mit einem leichten Gipsverband in die russische Metropole
gereist. "Bis vor einer Woche bin ich noch auf Krücken gegangen", meinte Schett,
die den so genannten "Air-Cast-Stiefel" aber abnehmen kann. Am Montag beginnt
die frühere Weltranglisten-Siebente nach ihrem doppelten Bänderriss im rechten
Knöchel bei Dr. Gernot Sperner in Innsbruck mit vorsichtigem Radfahren.
"Bis zum St. Anton-Termin will ich wieder aus dem Stehen schlagen können",
setzte sie sich ein Ziel. Dann will sie auch entscheiden, ob es Sinn macht,
ihren Coach Gerald Mandl noch bis Melbourne zu verpflichten, oder lieber allein
anzureisen.
Österreichs scheidende Nummer eins möchte vor Melbourne wenn möglich auch die
Doppelturniere an der Gold Coast und in Sydney bestreiten. Auch wenn ihr mit dem
wenigen Training in Melbourne dann eine Schlappe droht, antreten will sie
unbedingt. "Ich erwarte mir von dort ja nichts mehr."
"Irgendwann werde ich wohl nach München ziehen"
Anfang Dezember führt sie mit den Veranstaltern des Damenturniers in Linz
Gespräche in Sachen Turnierbetreuung, auch das von ihr schon erwähnte
Kommentieren im TV will Schett forcieren. So richtig realisiert hat sie ihre
Rücktrittsankündigung noch nicht. "Ich kann das Gefühl wohl erst nach Australien
so richtig beschreiben."
Derzeit genießt sie die viele Zeit in ihrer Heimatstadt Innsbruck, in der sie
aber auch nicht bleiben wird. "Irgendwann werde ich wohl nach München ziehen",
verrät sie. Dort lebt ihr deutscher Freund Christopher Knörr.
Dem aktiven Wettkampftennis sagt Schett aber auch nach Australien noch nicht
endgültig ade: Sie wird in der deutschen Bundesliga für den Meister TC Moers 08
spielen. |