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Nach Pflicht winkt Kür gegen USA
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Österreich zwang im Fed Cup die Slowakei in die Knie. Jeweils Drei-Satz-Partien entschieden die Begegnung, jetzt warten die USA.

Die Jubelhymnen ("We are the Champions" und "I am from Austria") bereits in den CD-Wechsler eingelegt, konnte es der Tonmeister scheinbar nicht mehr erwarten und platzte unerwünscht in den vorletzten Ballwechsel der bereits entscheidenden Partie zwischen Barbara Schett und Martina Sucha. Es waren die einzigen Misstöne an einem Fed-Cup-Wochenende, welches die Gastgeberinnen schneller als erwartet unter Dach und Fach brachten und den ÖTV finanziell ausgeglichen bilanzieren ließ.

Nach den jeweils hart erkämpften Einzel-Erfolgen von Barbara Schett (4:6,6:1, 6:4 gegen Janette Husarova) und Barbara Schwartz (3:6, 7:6, 6:2 gegen Ludmilla Cervanova) am Samstag benötigte Schett gestern gegen Sucha erneut drei Sätze, um die Slowakin mit 7:5, 1:6, 6:2 in die Knie zu zwingen und Österreich uneinholbar mit 3:0 in Front zu bringen.

Eine Führung, die Prophet und ÖSV-Sportdirektor Stan Franker am Freitag im internen Kreis optimistisch angekündigt hatte, aber selbst Kapitän Alfred Tesar überraschte: "Es waren durchwegs knappe Partien, in denen wir jeweils das bessere Ende für uns erzwingen konnten", strahlte Tesar, dessen Vorfreude auf das Viertelfinale (10./11. Juli) zu Hause gegen die USA nicht verborgen blieb.

Schließlich feierte er vor zwei Jahren beim legendären 3:2-Auswärtserfolg gegen Capriati und Co. einen historischen Einstand als Teamchef. "Was gibt es Schöneres, als jetzt die USA in Österreich empfangen zu dürfen?" Und wenngleich St. Pölten eine Option auf die Durchführung des Viertelfinales besitzt, hält ÖTV-Generalsekretär Martin Reiter den Schauplatz Tirol für denkbar.

Das würde sich auch Schett wünschen, die sich laut Tesar im Fed-Cup-Team als Kämpferin rehabilitieren konnte. "In Tirol gegen die USA wäre ein Traum", nickte die Innsbruckerin, die mit ihren zwei Punkten zur Matchwinnerin avancierte. "Wer die Punkte macht, ist egal. Schließlich sind wir ein Team", nickte sie selbstlos und brach noch gestern zum 110.000-Dollar-Turnier nach Budapest auf.

Im vierten Einzel verkürzte Husarova gegen Sybille Bammer 6:3, 6:2 auf 1:3. Das Doppel von Barbara Schwartz/Patrizia Wartusch gegen die Husarova/Cervanova war bei Redaktionsschluss noch im Gange.

Nächster Gegner sind die Amerikanerinnen. Die US-Ladys mit Venus Williams führten in Slowenien bereits uneinholbar mit 3:1.


Singles
1M beat Janette Husarova 4-6 6-1 6-4
3M beat Martina Sucha 7-5 1-6 6-2

Austria win 3-2

Photos

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