|
Österreich ist in der zweiten Runde des
Grand-Slam-Turniers von Wimbledon durch ein Trio vertreten.
Nach Stefan Koubek und Jürgen Melzer hat am Dienstag auch Barbara Schett ihre
Erstrundenhürde erfolgreich gemeistert - die Tirolerin ließ Marta Marrero beim
6:1,6:2 keine Chance.
In Runde zwei wartet auf die 27-Jährige neuerlich eine Spanierin, nämlich die
als Nummer 18 gesetzte Conchita Martinez. Von den Österreichern blieb in Runde
eins lediglich Patricia Wartusch (1:6,4:6 gegen Rita Grande/ITA) auf der Strecke.
Schett brauchte nur 50 Minuten
Schett brauchte im ersten Match ihrer insgesamt neunten Wimbledon-Teilnahme nur
50 Minuten, um Marrero klar in die Schranken zu weisen. Die Innsbruckerin
spielte größtenteils fehlerlos, schoss 30 Winner und war in keiner Phase der
einseitigen Partie in Gefahr.
Die Österreicherin steht nach dem Sieg über die 20-jährige Spanierin zum dritten
Mal in Folge und zum insgesamt siebenten Mal in der zweiten Runde des Rasen-Highlights.
Das beste Ergebnis von Schett war 1999 das Erreichen des Achtelfinales.
Martinez gewinnt mit ärztlicher Behandlung
In Runde zwei wartet nun die 31-jährige Martinez, die im Laufe ihrer Karriere
bereits 32 WTA-Tour-Titel einfuhr. Unter diesen 32 Titeln befindet sich auch ein
Wimbledon-Triumph. Im Jahr 1994 hatte Martinez mit einem Erfolg im Endspiel den
zehnten Wimbledon-Sieg der legendären Martina Navratilova verhindert.
Neun Jahre später hatte die Dame aus Barcelona aber am Dienstag bei ihrem
Erstrunden-Auftritt einige Mühe, ehe sie gegen Milagros Sequera aus Venezuela
als 5:7,7:5,6:1-Siegerin vom Court ging. Die angeschlagene Martinez musste sich
dabei mehrfach ärztlich behandeln lassen.
Schett: "War mir sicher, dass ich gewinne"
"Ich war mir sicher, dass ich gewinne", erklärte Schett, warum sie vom ersten
Ballwechsel an mit sehr viel Selbstvertrauen in die Partie gegen Marrero
gegangen war. "Ich war sofort im Spiel drinnen und hab' die Vorhand-Schwächen
meiner Gegnerin ausgenützt."
Die hohe Anzahl von 30 Winnern in nur 50 Minuten Spielzeit überraschte die
Tirolerin selbst ein wenig: "Ich habe aber heute auch super serviert. Und genau
das werde ich auch in der zweiten Runde gegen Martinez brauchen."
Martinez mit Problemen in der Leistengegend
Martinez klagte nach ihrem Erstrundenmatch über große Schmerzen in der
Leistengegend, die genaue Art ihrer Verletzung wusste aber auch die Spanierin
nicht. "Ich weiß auch nicht genau was es ist", meinte die Ex-Wimbledon-Siegerin,
die Schmerzen im Bereich zwischen Rücken und Leiste verspürte.
Falls möglich, will Martinez aber am Mittwoch im Doppel mit Partnerin Janette
Husarova aus der Slowakei an den Start gehen, ehe dann am Donnerstag das
Zweitrunden-Duell mit Schett auf dem Programm steht. |

Singles
1R beat Marta Marrero 6-1 6-2
2R lost Conchita
Martinez 2-6 4-6
Doubles with Schnyder
1R lost Crook/Hawkins 3-6 6-1 6-2
Photos
Wimbledon 2003 gallery
Articles
"Ihr
Wimbledon-Sieg zählt nicht mehr. War eine andere Zeit"
Auch Schett
in Wimbledon ausgeschieden |