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London
- Die Tirolerin Barbara Schett hat sich auf ihrem angestrebten Weg zurück in
die Top Ten der Weltrangliste ein nicht zu unterschätzendes Hindernis
aufgebaut.
Die Innsbruckerin strich die Konditionsarbeit kurzerhand zur Gänze von ihrem
Trainingsplan und will sich künftig auf die Arbeit mit Racket und Ball beschränken.
Ihr Tagespensum halbierte die 26-Jährige damit beinahe von rund sieben auf vier
Stunden. Ein langfristig spürbarer Aufstieg in der Weltrangliste scheint damit
kaum realisierbar.
"Ich halte es vom Kopf her nicht mehr aus"
Schett hat für ihren Schritt eine simple Erklärung: "Ich halt' es vom
Kopf her einfach nicht aus, sechs bis sieben Stunden täglich zu
trainieren."
Österreichs
Nummer eins kündigte daher die langjährige Zusammenarbeit mit
Physiotherapeutin Ulli Benko vom Leistungszentrum Salzburg-Rif auf.
Die Sportwissenschafterin hält unter diesen Umständen einen Vorstoß zurück
in die absolute Weltspitze nicht für möglich: "Wenn sie dem
konditionellen Bereich keine Zeit widmet, kann es normal keine Rückkehr in die
Top Ten geben."
Schett denkt über Rücktritt nach
Benko glaubt zwar, dass Schett unter den neuen Rahmenbedingungen ihr jetziges
Ranking um die 30 in etwa halten kann, den Entschluss der Tirolerin kann sie
aber nicht nachvollziehen.
"Das Konditionstraining hat ja gepasst. Ich weiß nicht, warum sie das
jetzt in den Hintergrund stellt." Schett sieht die Angelegenheit freilich
recht locker: "Ich versuch' es jetzt einmal so. Sobald ich den Willen nicht
mehr hab', ist es sowieso Zeit zum Aufhören."
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