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Österreich führt gegen Slowakei überraschend mit 2:0
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Österreichs Fed-Cup-Damen führen im Weltgruppen-Länderkampf gegen die Slowakei nach dem ersten Tag völlig überraschend mit 2:0.

Nach dem hart erkämpften 4:6,6:1,6:4-Erfolg von Barbara Schett über Janette Husarova zeigte Barbara Schwartz gegen die Nummer eins der Gäste, Ludmila Cervanova, eine sensationelle Aufholjagd.

Schwartz lag mit 3:6,2:5 aussichtslos zurück und drehte die Partie mit einer tollen kämpferischen Leistung noch um.

Die 25-jährige Niederösterreicherin siegte nach 2:22 Stunden mit 3:6,7:6(1),6:2.

Damit fehlt dem ÖTV-Team nur noch ein Punkt aus den drei Sonntag-Partien zum Einzug ins Viertelfinale, in dem es gegen den Gegner aus Slowenien-USA (Zwischenstand: 1:1) gehen würde.


Perfektes Fed-Cup-Comeback

"Ich habe nicht über den Stand nachgedacht", so Schwartz, die erst im Laufe des Spiels auf Touren gekommen war.

"Mir fehlen halt immer noch Matches und das habe ich auch vorher gesagt. Genauso, dass ich bis zum letzten Ball kämpfen werde", meinte Schwartz, der in ihrem ersten Fed-Cup-Match seit dem 4:1-Viertelfinalsieg über Kroatien im Sommer 2002 ein perfektes Comeback gelungen ist.

Ob Schwartz allerdings am Sonntag zum Einsatz kommen wird, war fraglich.

Schwartz: "Habe auch ein bisschen Krämpfe"

"Ich muss ehrlich sagen, dass diese Partie sehr anstrengend für mich war und ich habe jetzt auch ein bisschen Krämpfe. Ich habe heuer noch nicht einmal zehn Matches in den Beinen", so die French-Open-Viertelfinalistin von 1999.

Schwartz bedankte sich jedenfalls für das Vertrauen von Kapitän Alfred Tesar, sie überhaupt einzusetzen. "Ich sehe mich hier als Nummer vier, das habe ich auch schon vorher gesagt", erklärte Schwartz, die im Ranking ja auf Platz 433 zurück gefallen ist, mit dem Sieg über die Nummer 72 der Welt aber gezeigt hat, wo sie hingehört.

Mehr Risiko im zweiten Satz

ÖTV-Kapitän Tesar zum erfreulichen Zwischenstand: "Es hätte genauso gut umgekehrt kommen können und wir könnten 0:2 hinten liegen. Schwartz hatte am Anfang noch viele Schlagfehler, dann haben wir uns bei 1:4 und 3:5 im zweiten Satz für mehr Risiko entschieden."

Als echtes Schlüsselgame bezeichnete auch Schwartz das sechste im zweiten Durchgang, als es bei eigenem Aufschlag und 1:4 insgesamt zehn Mal über Einstand ging.

Das sich Schwartz bei diesem aussichtslosen Stand so in die Partie verbiss, hat ihrer Gegnerin die Schneid abgekauft. Mit dem 7:1 im Tiebreak holte Schwartz den Satzgleichstand, doch erst mit dem Break zum 4:2 im dritten Satz waren die Weichen zum Sieg gestellt.

Auch Schett musste Partie umdrehen

Zuvor hatte Schett vor knapp 1.000 Zuschauern Husarova nach 1:43 Stunden nieder gerungen, wobei die 28-jährige Tirolerin im dritten Set schon mit 1:3 zurück gelegen war. Doch Schett bewies Kampfgeist und drehte die Partie um.

"Ich hab nicht erwartet, dass es so schwer wird. Janette hat mich überrascht, weil sie bisher im Jahr nicht so gut gespielt hat", meinte Schett. Die Innsbruckerin zeigte sich daher sehr erleichtert, diese Hürde genommen zu haben.

"Angst, die Partie zu verlieren habe ich nicht gehabt", beteuerte sie aber. Schett tat sich sehr schwer, sich auf die unberechenbar agierende Husarova einzustellen, die immer wieder mit unerwarteten Stopps und auch Winnern punktete.

Schwartz warnt vor zuviel Optimismus

Schwartz warnte jedenfalls vor übertriebenem Optimismus. "Auch wir haben schon ein Mal ein 0:2 noch umgedreht."

Mit dem neuerlich unerwarteten Sieg hat Schwartz aber jedenfalls erneut die Basis zu einem möglichen Erfolg gelegt. Vor zwei Jahren hatte die Niederösterreicherin mit Siegen über Monica Seles und Meghann Shaugnessy den 3:2-Sensationssieg auswärts über die USA erst möglich gemacht.

Österreich scheiterte danach erst im Halbfinale. Am 10. und 11. Juli könnten die USA in Österreich zu Gast sein. Dazu fehlt den ÖTV-Damen noch ein Punkt, und auch das US-Team muss sich in Slowenien erst durchsetzen.


Singles
1M beat Janette Husarova 4-6 6-1 6-4
3M beat Martina Sucha 7-5 1-6 6-2

Austria win 3-2

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