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Barbara Schett kämpfte Donnerstagnachmittag
beim Generali Ladies gegen Daniela Hantuchova um den Viertelfinal-Einzug. Dabei
hätte nicht viel gefehlt, und die 26-jährige Tirolerin wäre gar nicht in Linz.
"Nach Moskau habe ich schon überlegt, ob ich die Saison überhaupt fertig spielen
soll", sagte Schett, die dort Ende September in der Qualifikation einer gewissen
Klara Koukalova aus Tschechien in zwei Sets unterlegen war.
Durchwachsenes Jahr
Dann ist sie aber draufgekommen, wie sehr ihr das Tennis fehlen würde, wenn sie
so lange kein Turnier bestreitet.
Kein Wunder, dass Schett schon recht frustriert war, denn das Jahr 2002 wird sie
eher nicht sehr gut in Erinnerung behalten. "Es war schon ein durchwachsenes
Jahr, zufrieden kann ich nicht sein mit der Saison", meint Babsi, deren
Ranking-Position sich seit Ende 2001 leider verdoppelt hat.
Von Platz 21 auf derzeit 43 ist sie abgerutscht. Sie begründet das aber nicht
nur mit ihrer eigenen Leistung, sondern mit der gestiegenen Dichte im Welttennis
und den "Jungen, die keinen Respekt mehr zeigen".
Doch wie schon nach dem Aus in Paris ist sie überzeugt, dass sie immer noch
vorne mitreden kann. Sie erhofft weiterhin die Rückkehr in Richtung Top 20.
Mental- und Augentraining
Helfen soll ihr da neben Trainer Gerald Mandl eine Psychologin und ein
Kinesiologe. Mit der Salzburgerin Elisabeth Adleff arbeitet sie ihre Matches
seit Wimbledon des Öfteren mental auf.
"Im November und Dezember möchte ich das intensivieren, da habe ich mehr Zeit."
Und der Kinesiologe hat einige Videotapes von Schett analysiert. "Er meint, dass
ich schlecht sehe am Platz, meine Augen zu lange am Ball habe. Mit ihm mache ich
eine Art Augentraining."
Nach Linz und dem letzten Saison-Höhepunkt kommende Woche im Fed-Cup-Halbfinale
in Maspalomas gegen Spanien will Schett nach 14 Tagen Urlaub mit der
Vorbereitung auf das Jahr 2003 beginnen.
"Spiele sicher bis 2003"
Was die weitere Zukunft betrifft, da will sie sich nicht festlegen. "Früher habe
ich immer gesagt, bis 30 will ich spielen. Darauf will ich mich nicht mehr
festlegen. 2003 spiel ich auf jeden Fall, aber in fünf Jahren stehe ich sicher
nicht mehr auf dem Tennisplatz."
Es bleibt also nicht mehr viel Zeit, eine Nachfolgerin aus dem Jugendbereich zu
finden. Die 17-jährige Daniela Kix, die am Mittwoch wegen einer Mageninfektion
aufgeben musste, wird wohl noch einige Zeit brauchen.
"Sie ist irgendwie noch ein Kind und spielt auch noch Kindertennis", meint ihr
Coach Peter Eipeldauer, der nach wie vor auf der Suche nach Sponsoren für sein
Talent ist. Etwa 80.000 Euro benötigt man für ein Jahr für Coach und Spieler.
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