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Auch im fünften Duell mit dem slowakischen
Jungstar Daniela Hantuchova setzte es am Donnerstag für Barbara Schett eine
Niederlage.
Die 26-jährige Tirolerin musste sich im Achtelfinale des Generali Ladies Linz
nach 69 Minuten mit 1:6,5:7 geschlagen geben.
Und das, obwohl sie gegen die Weltranglisten-Neunte im zweiten Satz bereits mit
5:1 geführt hat und insgesamt vier Satzbälle vorgefunden hat.
Hantuchova trifft am Freitag im Viertelfinale auf Anna Smashnova (ISR), für
Schett ist das Turnierjahr vorbei. Sie fliegt nun am Freitag nach Gran Canaria,
wo sie Fed-Cup-Halbfinale gegen Spanien im Einsatz ist.
"Habe zu passiv gespielt"
"Ich habe bei der 5:3-Führung zu passiv gespielt. Taktische Fehler und
Unentschlossenheit in solchen Situationen kann man sich gegen eine Top-Ten-Spielerin
nicht leisten", lautete das Match-Resumee von Schett.
Die Nummer 43 der Welt hatte gegen die Nummer neun im ersten Satz nicht den
Funken einer Chance: Nach nur 22 Minuten stand es 6:1. Hantuchova servierte sehr
stark und ließ Schett nie ins Spiel kommen.
Im zweiten Durchgang drehte sich die Szenerie plötzlich, Hantuchova reklamierte
einige knappe Entscheidungen, servierte schwächer und Schett spielte aggressiver.
Schett ortet Motivationslücken
Die Innsbruckerin führte schnell mit 5:1, doch wie so oft konnte sie den Sack
nicht zu machen. Bei 5:2 hatte sie einen, bei 5:3 und eigenem Aufschlag gleich
drei Satzbälle. Einen davon vergab sie mit einem Doppelfehler.
"In solchen Situationen könnte ich ausflippen und davon entstehen auch die
Motivationslücken. 75 Prozent der Matches, die ich heuer verloren habe, sind so
verlaufen", sagte Schett.
"Es wird Zeit, dass ich wieder mal gewinne"
Die Arbeit mit ihrer Mentaltrainerin hat sie jedenfalls dringend nötig, damit
die Saison 2003 wieder bessere Ergebnisse bringt.
In dieser Saison blieb es bei fünf Viertelfinal-Teilnahmen in Scottsdale,
Hamburg, Wien, Brüssel und Montreal, wobei ihr in Kanada auch ein Sieg über eine
Top-Ten-Spielerin gelang (Kim Clijsters).
Die Tatsache, dass sie mit einer Spitzenspielerin mithalten kann, tröstete
Schett wenig. "Das ist nix Neues, das ist ein alter Hut. Es wird Zeit, dass ich
wieder einmal gewinne."
Abreise zum Fed Cup
Schett reist nun Freitag auf die Kanarischen Inseln und beginnt mit der
Vorbereitung auf den letzten Saisonhöhepunkt.
In der kommenden Woche könnte es schon das nächste Duell Schett-Hantuchova geben:
Dazu müssten aber Österreich und die Slowakei im Fed-Cup-Final-Four auf Gran
Canaria das Endspiel erreichen.
Schett fährt aber mit positiven Gefühlen nach Spanien: "Sanchez und Martinez
sind ganz andere Spielerinnen, denen kann ich mein Spiel besser aufzwingen."
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