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Österreich ist im Einzelbewerb des Generali Ladies in Linz nicht mehr vertreten. Nach Sybille Bammer verabschiedete sich am Mittwoch auch Barbara Schett. Die Tirolerin bot in der ersten Runde gegen die Ungarin Petra Mandula beim 3:6,3:6 eine schwache Leistung und beendete damit ein enttäuschendes Jahr leider "standesgemäß". Einige der rund 3.000 Zuschauer verabschiedeten Schett gar mit Pfiffen. Die 27-jährige Innsbruckerin geht nun drei Wochen auf Urlaub, ehe sie die Vorbereitung auf ihre möglicherweise letzte Saison beginnt.
Das Match zwischen der Weltranglisten-41. aus Ungarn und der Nummer 73 begann schon durchwachsen für Schett. Erst nach neun Mal Einstand und der Abwehr von drei Breakbällen gelang ihr der Ausgleich zum 1:1. Im dritten Game vergab sie ihrerseits zwei Breakbälle und musste ihren Aufschlag zum 2:4 abgeben. Nach 31 Minuten war der erste Satz weg. Auch im zweiten Durchgang gab sie ihr Service gleich zu Beginn ab, fünf Bälle zum Rebreak zum 2:2 blieben ungenützt und das war die Entscheidung.
"Gegnerin hat stark gespielt"
"Sicher war das nicht eine meiner besten Partien, aber meine Gegnerin hat auch stark gespielt. Sie spielt sehr lange und gerade Bälle, das liegt mir nicht sehr", erklärte Schett, die sich auch über zahlreiche, falsche Linienrichter-Entscheidungen und ein Publikum, das nicht wirklich hinter ihr gestanden sei, beklagte. Den Eindruck, den manche Beobachter äußerten, dass die Partie keineswegs auf hohem Niveau gestanden sei, bestätigte Schett nicht. "Ich finde nicht, dass es so ein schlechtes Match war."
Ihr wieder verpflichteter Trainer Gerald Mandl meinte gar, dass Mandula mit einer ähnlichen Leistung auch ihre nächste Gegnerin, Jelena Dokic schlagen könne. Dokic hat in der Vorwoche die Nummer eins der Welt, Kim Clijsters, und die Nummer zehn, Chanda Rubin bezwungen. Die Partie Dokic-Mandula am Donnerstag wird sicher mit besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen sein.
"Gelernt, mit Erstrunden-Niederlagen zu leben"
Für Schett endete ihre schwächste Saison seit Jahren beim Stand von 3:6,3:5 mit einem Doppelfehler. "Ich habe es heuer gelernt, mit Erstrunden-Niederlagen zu leben, denn ich habe ja einige gehabt", meinte Schett. Ab den Australian Open waren es ja gleich acht in Folge gewesen. "Das war sicher mein Tiefpunkt in diesem Jahr." Der Höhepunkt war der Einzug ins Halbfinale von Madrid, das einzige Mal, dass sich Österreichs Nummer eins für die Vorschlussrunde qualifizierte. Ebenfalls keine guten Erinnerungen hat sie an Paris, als sie in der dritten French-Open-Runde eine bittere 0:6,0:6-Niederlage gegen Serena Williams einstecken musste.
Mit der Rückkehr zu Gerald Mandl erhofft sie sich für 2004 eine Halbierung ihres Rankings, doch auch vor einem Jahr hatte sie mit gleicher Trainerbesetzung als 43. einen Top-20-Platz angestrebt.
Für das österreichische Damen-Tennis kann man nur eine Steigerung erhoffen, schließlich ist Schett die letzte in den Top 100 verbliebene Akteurin. Ob sie auch im Jahr 2004 noch in Linz zu sehen sein wird, ist noch offen. "Das weiß ich noch nicht", meinte sie mit einer gewissen Bitterkeit in der
Stimme.
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Singles
1R lost Petra Mandula 3-6
3-6
Doubles with
Schnyder
1R lost Bartoli/Farina-Elia 7-5 3-6 0-6
Photos
Linz 2003 Gallery
Article
Schett:
Verständnis für Absagenflut |