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Während Melzer vor
Selbstvertrauen strotzt, fiel Schett in eine
überwunden geglaubte dunkle Phase ihrer Karriere zurück. Die 27-Jährige (WTA-Nummer
87) vermochte ihre Routine nicht zu nützen und unterlag der Italienerin
Santangelo nach schwacher Leistung 6:7 (3),6:0,4:6. Dabei war ihre 22-jährige
Gegnerin, die Nummer 129 der Welt, keineswegs eine Wucht.
Im ersten Satz konnte Schett eine 4:2-Führung nicht nützen und verlor das
Tiebreak 3:7. Danach kam sie besser ins Spiel, die Innsbruckerin zeigte gute
Ansätze, profitierte beim 6:0 aber auch von zahlreichen Eigenfehlern Santangelos.
Der Satzgewinn stärkte das Selbstvertrauen der Favoritin aber keineswegs. Von
allen guten Geistern verlassen, geriet sie 2:5 in Rückstand, wehrte noch einen
Matchball ab, doch wenig später kam mit 3:6 das Aus.
"Ich bin total frustriert und enttäuscht", ärgerte sich Schett, die tags zuvor
angesichts der vermeintlich guten Auslosung noch auf einen Achtelfinaleinzug
gehofft hatte. Nach dem Ausscheiden übte Schett Selbstkritik: Die Lockerheit
habe gefehlt, ihre Schläge seien zu kurz geraten, sie sei zu passiv gewesen.
Wieder einmal steht Schett, für die Melbourne bisher fast immer ein gutes
Pflaster gewesen war (vier Mal Achtelfinale), am Scheideweg ihrer Karriere: "Wenn
das so weiter geht, dann muss ich mir überlegen, ob es noch einen Sinn hat,
weiterzumachen."
Schett hat nun im Damen-Doppel die Chance, ihren Frust abzubauen. Am Mittwoch
gelang mit der Schweizerin Patty Schnyder gleich nach der Einzel-Niederlage auf
dem selben Platz ein 6:3,7:6-Erfolg gegen Ansley Cargill/Ashley Harkleroad
(USA). Gewinnt das Duo auch gegen Maret Ani/Libuse Prusova (EST/CZE), könnte ein
Achtelfinal-Duell mit Martina Navratilova/Lisa Raymond (2) winken.
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