|
Österreichs Fed-Cup-Damen haben den
Klassenerhalt in der Weltgruppe geschafft und sind damit auch 2004 unter den
besten 16 Teams der Welt vertreten.
Barbara Schett brachte das Heim-Team am Sonntag beim Länderkampf gegen Kanada in
Neudörfl mit einem 7:5,2:6,6:1-Erfolg gegen die Kanadierin Mauren Drake
uneinholbar mit 3:0 in Führung, das vierte Einzel und das Doppel hatten nur noch
statistischen Wert.
Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar hofft, dass Österreich bei der Auslosung im
November im Rahmen der Finalrunde gesetzt ist und "wir einen attraktiven
Heimgegner bekommen."
Tesar hofft nun auf Setzung im nächsten Jahr
"Wichtig ist, dass wir gewonnen haben, und dass wir, auch wenn wir nicht gut
spielen, so einen Gegner schlagen können", resümierte Tesar, der jetzt "nicht
nur auf eine Setzung hofft, sondern auch fix damit rechnet. Wir bekommen wieder
Punkte und müssten den achten Platz im Fed-Cup-Nationen-Ranking halten."
Diese Rangliste berücksichtigt die Leistungen von vier Jahren und wird nach
jeder Weltgruppenrunde aktualisiert. 2004 wird Österreich hoffentlich auch
wieder mit der lange verletzten Barbara Schwartz rechnen können, die bereits mit
dem Training begonnen hat und in Neudörfl als Daumendrückerin mit dabei war.
Schett gewann trotz Verwarnung
Schett, die Nummer 54 der WTA-Weltrangliste, musste am Sonntag gegen Drake (124)
wie am Vortag gegen Marie-Eve Pelletier über drei Sätze gehen.
Im entscheidenden dritten Durchgang lag die Tirolerin mit 3:0 voran und
kassierte im vierten Game, nachdem es bereits acht Mal Einstand gegeben und sich
Drake den Vorteil gesichert hatte, wegen Schlägerwerfens eine Verwarnung.
Anschließend gab sie zwar dieses Game ab, spielte in Folge das Match aber sicher
nach Hause und verwertete nach 1:44 Stunden den zweiten Matchball.
Schett: "Habe im zweiten Satz die Lust verloren"
"Im zweiten Satz bin ich bei 1:4-Rückstand sehr negativ geworden und hab die
Lust verloren. Ich habe mir dann gesagt, ich konzentrier mich auf den dritten
und gewinn den dann. Der dritte Satz war dann auch der beste dieses Wochenendes.
Mit dem war ich wirklich zufrieden, ich bin besser gestanden, hab die Bälle
früher genommen."
Nur das verflixte vierte Game nervte. "Ich hab mich abreagiert, dann hat es
wieder gepasst." Das positive Gefühl dieses Satzes nimmt sie nun auch mit auf
ihre Amerika-Tournee, Schett hat die Turniere in San Diego, Los Angeles,
Toronto, New Haven und anschließend die US Open im Programm.
Österreich führt im Head-to-Head nun 2:0
Österreich stellte im Head-to-Head mit Kanada auf 2:0, das vorher einzige Duell
hatten Judith Floimair-Wiesner und Petra Huber im Juli 1986 in Prag mit 3:0 für
sich entschieden.
In der ewigen Fed-Cup-Statistik haben die rot-weiß-roten Damen nun von 78
Begegnungen seit 1963 34 gewonnen und 44 verloren. Im Vorjahr war das rot-weiß-rote
Team, obwohl Halbfinalist, nicht gesetzt und erwischte in der ersten Runde das
harte Auswärtslos Belgien (0:5-Niederlage).
Der Kreis der möglichen Gegner für die erste Runde 2004 setzt sich aus den acht
Viertelfinalisten dieses Jahres sowie jenen sieben Teams, die wie Österreich die
Relegation geschafft haben, zusammen. |

Singles
1M beat Marie-Eve Pelletier 3-6 6-2 6-4
2M beat Maureen Drake 7-5 2-6 6-1
Austria win 4-1
Photos
Fed Cup 2003 gallery
Article
Fed-Cup: 2:0 für Östereich |