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Österreichs
Nummer eins, Barbara Schett, zeigt vor ihrem ersten Einsatz (Einzel für
Mittwoch geplant) beim Generali Ladies in Linz Verständnis für die Absagenflut
der vergangenen Wochen und im Besonderen für jene von Justine Henin-Hardenne.
"Ich verstehe natürlich beide Seiten: die Veranstalter und die
Spielerinnen. Aber zu dieser Zeit des Jahres sind die Spielerinnen einfach schon
wahnsinnig müde", meinte Schett, die im Ranking heuer auf Platz 73
abgerutscht ist und für einen Platz im Hauptfeld erstmals seit vielen Jahren
eine Wild Card benötigte.
Die Nennfrist für die Turniere ist sechs Wochen vor dem jeweiligen Event, die
Turnierplanung wird überhaupt schon ein Jahr im Voraus gemacht. "Man kann
ja nicht wissen, wie man sich in sechs Wochen fühlen wird. Ich habe mir in Zürich
beim Frühstück die Gesichter angeschaut: Die schauen alle sehr müde aus",
brach Schett eine Lanze für ihre Kolleginnen. Es wäre den Organisatoren ja
auch nicht damit gedient, wenn eine Henin-Hardenne wegen einer Verpflichtung
nach Linz kommt und dann in der ersten Runde verliert. "Dann würden die
Leute fragen: Was, das ist die neue Nummer eins?"
Gegen Strafen
Tennis sei eine der wenigen Sportarten, in denen man neun bis zehn Monate voll
konzentriert sein muss. "Das Training, die Matches und die vielen Reisen,
das laugt wahnsinnig aus." Obwohl es ihr selbst heuer alles andere als gut
gelaufen ist, fühle auch sie sich bereits sehr müde. Daher hält Schett wenig
von angekündigten Strafandrohungen. "Es sollte immer noch die Entscheidung
von uns bleiben, wo wir antreten. Denn es wird ja auch von uns eine
dementsprechende Leistung verlangt."
Wieder mit Mandl
Um ihre persönliche Leistung in Zukunft zu ändern, arbeitet sie seit fast vier
Wochen wieder mit Gerald Mandl zusammen. Im Jänner dieses Jahres hatte Mandl
den Job zurückgelegt, weil er sich mehr um seine Familie und seine zwei Kinder
kümmern wollte. "Wir haben beide lange überlegt, aber es war keine
Verzweiflungsaktion, wieder mit ihm zu arbeiten. Das war eher die Zusammenarbeit
mit Raul Ranzinger", erklärt die 27-Jährige, die sich mit Janette
Husarova den Coach hatte teilen müssen. "Ich habe zuletzt hart und rund fünf
Stunden am Tag trainiert. Mehr kann ich nicht mehr trainieren."
Karriereende 2004?
Schetts Ziele für 2004: Ranking halbieren und Olympia-Teilnahme. Wie es danach
weiter geht, ist offen. "Ich gebe mir das nächste Jahr noch Zeit. Wenn ich
im Ranking noch da bin, wo ich jetzt bin, dann werde ich es wohl lassen. Ich
werde mich nächstes Jahr nach dem letzten Turnier hinsetzen und darüber
entscheiden", so Schett.
Gegen ihre Freundin Mandula räumt sie sich eine 50:50-Chance ein. Das bisher
einzige Match gegen die Ungarin hat sie im Vorjahr im Wien-Viertelfinale mit
4:6,2:6 verloren. "Es wird ein offenes Match, aber ich fühle mich derzeit
ganz gut", meint Schett, die seit einiger Zeit einen deutschen Freund hat.
"Sollte ich hier die erste Runde gewinnen, dann kommt er her", verriet
die Innsbruckerin.
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Singles
1R lost Petra Mandula 3-6
3-6
Doubles with
Schnyder
1R lost Bartoli/Farina-Elia 7-5 3-6 0-6
Photos
Linz 2003 Gallery
Article
Barbara
Schett sagt leise servus |