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Letzte Karriere-Station von Barbara Schett in Melbourne
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Nach ihrem Ausscheiden beim WTA-Turnier in Linz hatte sie es angekündigt, nun setzt Barbara Schett ihr Vorhaben, beim ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres 2005 ihre Karriere zu beenden, um.

Als Nummer 97 bestreitet die 28-jährige Tirolerin am Dienstag in Melbourne ihr Erstrundentreffen und ist eigentlich Favoritin gegen die nur dank einer Wild Card im Hauptbewerb stehende Australierin Tiffany Welford (nur WTA-Nr. 280).

Schett spielt ebenso erst am zweiten Turniertag wie Jürgen Melzer (gegen Raemon Sluiter/NED) und Oliver Marach (Jean-Rene Lisnard/FRA).

Trotz guter Auslosung ist Schett skeptisch

Für Schett könnte es trotz der Favoritenrolle auf dem Papier schon ihr letztes Einzelmatch auf der Tour sein.

"Die Auslosung wäre unter normalen Umständen sehr gut. Ich habe dadurch, dass ich mir die Bänder gerissen habe, keinen Aufbau gehabt und nicht vernünftig trainieren können", sagte die Innsbruckerin, die im Verlauf ihrer Karriere bis auf Platz sieben der Welt vorgestoßen ist.

Außerdem hat sie Knöchelprobleme. "Da ist ein bisschen Flüssigkeit drinnen. Das ist sehr schmerzhaft, da kann man nicht viel dagegen machen, außer pausieren." Daher könne man die Stunden ihrer Melbourne-Vorbereitung an beiden Händen abzählen.

Schett wird aber auch im Doppel mit Patty Schnyder sowie im Mixed mit Julian Knowle antreten. "Das ist insofern einfacher, weil man sich nicht so bewegen muss wie im Einzel."

"Es ist kein Biss mehr da"

Bereut hat sie ihre Entscheidung, das Racket an den Nagel zu hängen, nicht. "Ich weiß, dass die Zeit reif ist für mich. Speziell nach der Verletzung ist überhaupt keine Motivation, kein Biss mehr da. Es ist nie der Gedanke aufgekommen, dass ich weitermachen will."

Allerdings sei es schon ein komisches Gefühl gewesen, sich hier zum letzten Mal als Spielerin zu akkreditieren.

Der quasi nicht vorhandene Aufbau hat sich für die österreichische Nummer eins, die auch bei ihrem letzten Antreten einzige ÖTV-Vertreterin im Hauptbewerb ist, auch positiv ausgewirkt.

"Es ist witzig, dass die Leute jetzt zu mir sagen: 'Ah, Du bist so schlank geworden!' Dabei mache ich jetzt überhaupt nichts." Früher habe sie eben noch mehr Muskelmasse gehabt. "Aber jetzt fühle ich mich richtig wohl. So habe ich mich überhaupt noch nie gefühlt."

Drei Monate Urlaub in Australien?

Ihre weiteren Pläne? Nach ihrem Ausscheiden wird sie noch in Australien bleiben, um sich einiges anzusehen. "Am liebsten würde ich da bleiben, bis mein Visum abläuft. Das geht drei Monate, da kann ich mir dann noch den Daviscup (Australien-Österreich-Anm.) anschauen."

Ihre berufliche Zukunft wird sich erst in den nächsten Monaten konkreter herausstellen. In Bezug auf eine von ihr angestrebte Mitarbeit beim Damenturnier in Linz "sieht es ganz gut aus".

Und das Kommentieren auf Eurosport wird sie auf jeden Fall intensivieren. Voraussichtlich wird sie bei der WTA eine Art "Mentorenaufgabe" für eine junge Spielerin übernehmen.


Singles
1R beat Tiffany Welford 6-3 1-6 6-2
2R lost Daniela Hantuchova 4-6 0-6


Doubles with Patty Schnyder
1R lost Sequera/Tu 5-7 4-6

Photos

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