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Eine Tirolerin steht zwar beim Wien-Energie-GP im Wiener
Prater im Halbfinale, es ist aber nicht die als Nummer drei
gesetzte Barbara Schett, sondern sensationell die
Qualifikantin Patricia Wartusch.
Während Wartusch am Freitag gegen die Spanierin Cristina
Torrens-Valero mit 7:6,6:4 auch ihre sechste Partie in Folge
gewann, verlor die durch eine Verletzung behinderte Schett
im Viertelfinale gegen die Ungarin Petra Mandula in nur 59
Minuten glatt mit 4:6,2:6.
"Hätte besser nicht spielen sollen"
"Ich hätte vielleicht besser gar nicht spielen
sollen", klagte Schett nach dem Match über eine
schmerzende Achillessehne.
"Ich konnte mich kaum bewegen, und wenn ich mich nicht
optimal bewegen kann, funktioniert mein Spiel auch
nicht", erklärte die Innsbruckerin ihre mäßige
Leistung gegen die in der Weltrangliste nur auf Platz 106
liegende Mandula.
Hatte
sie am Beginn mit Risiko-Tennis und einer 3:1-Führung noch
Erfolg, kippte das Spiel, als die Ungarin die Probleme ihrer
Gegnerin durchschaut und die Taktik darauf abgestimmt hatte.
Nach dem Match zur
Ultraschall-Untersuchung
"Man will es speziell zu Hause doch versuchen und ich
habe gehofft, dass es sich über Nacht bessert", erklärte
Schett, warum sie nicht tatsächlich auf ein Antreten
verzichtet hatte.
"Speziell bei einem Turnier in Österreich will ich
unbedingt spielen", so Schett, die sich nach der Partie
einer Ultraschall-Untersuchung bei Dr. Rudolf Schabus
unterzog.
Turnierpause droht
Handelt es sich um eine Sehnenscheiden-Entzündung, streicht
Schett kommende Woche das Turnier in Rosmalen. Entstanden
sind die Probleme durch andere Schuhe in Paris, waren
seitdem latent vorhanden, ehe sie in Wien im Match gegen
Barbara Schwartz akut wurden.
"Jahrzehntelanger Leistungssport geht eben an einem
nicht spurlos vorbei", betonte Schett. Lieber nimmt sie
deshalb eine Turnierpause in Kauf, als ihren Wimbledon-Start
zu gefährden. "Dort will ich nämlich unbedingt
spielen."
Schett will unbedingt Fed Cup spielen
Unbedingt spielen will Schett auch beim Fed Cup in Pörtschach.
Dass dort womöglich erstmals im "Nationaldress"
inklusive Spielername auf den Shirts gespielt wird, findet
Schett positiv.
Zumindest im ÖTV-Team gibt es deshalb keine Ausrüster-Kollisionen.
Schett geht davon aus, in Kärnten auch zu spielen.
"Wenn ich fit bin, die Nummer eins und gerade keinen
kompletten Semmel spiele, gehe ich schon davon aus. Es ist
eine Riesenchance, ins Halbfinale zu kommen."
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