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Beim Damen-Tennis-GP im Wiener Prater (170.000 Dollar) stehen gleich zwei
Österreicherinnen im Viertelfinale.
Nach dem Sensationssieg von Patricia Wartusch über die italienische
Topfavoritin Silvia Farina Elia gewann Barbara Schett das mit Spannung erwartete
Österreicherinnen- Duell gegen Barbara Schwartz in 102 Minuten mit 7:6
(10/8),6:4.
Wartusch spielt Freitag (14.00) gegen die Spanier Torrens Valero, Schett
anschließend gegen Petra Mandula aus Ungarn um einen Halbfinalplatz.
Papierform bestätigt
War der Sieg von Wartusch gegen Farina die Überraschung des Turniers bisher
schlechthin, ging danach Schett papierform gemäß als Siegerin gegen Schwartz
vom Platz.
Allerdings hatte die leicht favorisierte weil auf Platz 33 liegende Tirolerin
gegen die Fed-Cup-Heldin Schwartz (62) einen extrem schweren Stand, ehe sie das
erste "Barbara-Duell" auf der Tour für sich entschieden hatte.
Erster Satz auf hohem Niveau und heiß umkämpft
Vor allem der erste Satz war heiß umkämpft und bot auf hohem Niveau alle
Tennis-Facetten. Schwartz machte zunächst einen 1:3-Rückstand wett, wehrte bei
4:5 drei Satzbälle ab und dann drei weitere im Tiebreak.
Ausgerechnet den verflixten siebenten "verwertete" sie aber selbst mit
einem Doppelfehler zu Gunsten von Schett.
Kuriose Wechselpause
Der sehr enge Kampf mit vielen Games über mehrere Einstände führte bei der
Wechselpause zu einer kuriosen Situation.
Schwartz ließ sich am lädierten linken Oberschenkel behandeln, gleich
anschließend nahm auch Schett eine dreiminütige Verletzungs-Auszeit. Nach fast
zehn Minuten ging es in den zweiten Satz, der mit dem ersten nicht mehr ganz
mithalten konnte.
Die am Bein getapte Schwartz machte ein Break zum 1:2 wett, vom neuerlichen
Spielverlust auf 3:4 erfing sie sich aber nicht mehr.
"Ich bin sehr froh, dass ich gewonnen habe. Gegen eine Österreicherin
spielen sicher immer die Nerven eine Rolle. Jeder erwartet, dass ich gewinne,
deshalb habe ich auch nicht so unbeschwert gespielt", sagte Schett.
"Für mich zählt derzeit jeder Sieg"
"Aber jetzt ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Für mich zählt derzeit
jeder Sieg." Gegen die Ungarin Mandula will sie es lockerer angehen,
allerdings quält sie eine Achillessehnen- Entzündung, die täglich Therapie
nötig macht.
"Ein dritter Satz wäre problematisch gewesen. Nach dem Match konnte ich
kaum vom Platz gehen", so Schett, die erfreut über den Sieg im
Prestige-Duell war: "Von einem Match hängt so etwas nicht ab. Aber ich
verliere nicht gern gegen eine Österreicherin, da ist mir eine Niederlage gegen
andere Spielerinnen lieber."
Fed-Cup kann kommen
Positiv ist jedenfalls, dass Österreich mit diesen beiden Barbaras - wenn sie
fit sind - im Juli im Fed Cup gegen Kroatien nicht bang zu sein braucht. Einen
direkten Vergleich bereits in Wien wird es aber höchstens zwischen Schett und
Iva Majoli geben.
Während Schett das Ösi-Duell gewann, setzte sich Majoli im Achtelfinale gegen
ihre kroatische Landsfrau Jelena Kostanic mit 7:6,7:5 durch. Die frühere
Paris-Siegerin trifft nun auf Titelverteidigerin Iroda Tuljaganowa.
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