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Schett will 2003 wieder durchstarten

Barbara Schett nimmt einen neuen Anlauf. Nach dem enttäuschenden Jahr 2002 mit dem Rückfall vom 21. auf den 40. Platz in der Tennis-Weltrangliste hat sich die 26-jährige Tirolerin für 2003 viel vorgenommen. Mit mehr Ball-Arbeit auf dem Court und weniger Konditionsschinderei, mit der Salzburger Sportpsychologin Elisabeth Atleff als gerade für Schett wohl notwendiger mentaler Unterstützung, mit mehr Risiko und vor allem auch größerer Selbstständigkeit im Match will Österreichs Nummer eins unter dem Titel "Babsi neu" wieder durchstarten.

"Zahlen spielen zunächst aber keine Rolle mehr. Ich darf nicht auf den Raster schauen, muss nur von Spiel zu Spiel denken, 100 Prozent geben, dann kommen gute Weltcup-Platzierungen von selbst", meinte Schett nach mehrtägiger Arbeit mit ihrem Trainer Gerald Mandl in Salzburg-Rif. Am Freitag wird die Tirolerin, die "vom Image des Pin up-Girls wegkommen will", zu einem zehntägigen Trainingsaufenthalt nach Gran Canaria aufbrechen. Einen Tag nach dem Heiligen Abend fliegt "Babsi" nach Australien, wo sie bei drei Turnieren (Gold Coast, Hobart und als Höhepunkt Australian Open in Melbourne) antritt. Weitere 21 bis 23 sollen dann im Laufe des Jahres folgen.

Letzter Turniersieg 2003
Der dritte und bisher letzte Turniersieg von Schett auf der WTA-Tour in Klagenfurt (2000) liegt schon eine Zeit zurück. Allerdings nimmt sie durchwegs nur an größeren Veranstaltungen teil, bei denen die Trauben, sprich Siege, eben auch höher hängen. Dass sie für die Innsbruckerin auch erreichbar sind, dafür sollen auch eine verbesserte Vorhand und ein "aggressiverer Volley", also auf den Punkt gespielt, beitragen. "Das Damen-Tennis ist derzeit ganz auf Power ausgerichtet", betont ihr Trainer.

Nach Mandls Ansicht ist aber vor allem selbstständiges Handeln auf dem Court gefragt. "Denn sie ist ja keine Marionette des Trainers", sagt Coach, der nach einjähriger Arbeit auch den Dialog mit seinem Schützling im und außerhalb des Trainings intensiviert hat. Für die Kondition ist nun Frank Leberbauer zuständig, doch wird diese Arbeit ja zu Gunsten des Balltrainings reduziert. "Ich bin besser als 1999", behauptet Schett, obwohl sie damals als Nummer acht der Weltrangliste abschloss und vorher kurzfristig auch als Siebente geführt worden war. Routine habe sie genügend, meinte die österreichische Tennis-Königin. Sie müsse aber auch in der Lage sein, die Taktik umzustellen, wenn es in einem Match nicht optimal läuft.

Babsi Schett hat sich - nicht zum ersten Mal - viel vorgenommen. "Doch das Ganze muss auch umgesetzt werden und das ist das Schwierigste", weiß ihr Manager Marc Habermann. Damit es nicht nur Floskeln sind.
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